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Angedacht: Jogi Löw und Maradona
Man erzählt sich folgende Anekdote von der Fußball – Weltmeisterschaft. Sicherlich ist diese Anekdote erfunden, aber sich hätte sich gut so abspielen können:
Vor dem Spiel gegen Argentinien prüft Jogi Löw das Fußballgrün in Kapstadt, auf dem seine Mannschaft anschließend die Argentinier nach Hause schickt.
Da begegnet ihm Diego Maradona, der Trainer der argentinischen Mannschaft. Der sagt zu Jogi Löw: „Was machst du da, du prüft den Rasen? Es liegt nicht an dem Rasen. Ich weiß, warum ihr heute verliert. Ich habe gehört, deine Mannschaft zweifelt an Gott! Das ist das Problem.“ Sagt es, dreht seinen Rosenkranz in der Hand und bekreuzigt sich fünf mal.
Da sagt Jogi Löw: „Gut, es mag sein, dass unsere Mannschaft an Gott zweifelt. Aber das ist nicht das schlimmste Problem. Viel schlimmer wäre es, wenn Gott an unserer Mannschaft zweifeln würde.“
Eine Anekdote, sicherlich eine erfundene Geschichte, die sich so nicht am Rande des Rasens abgespielt hat. Und trotzdem bringt die Anekdote es auf den Punkt.
Das schlimmste ist nicht, wenn die Menschen an Gott zweifeln. Das schlimmste ist, wenn Gott an den Menschen zweifeln würde.
Ja, das wäre in der Tat viel schlimmer für uns. Wenn Gott nicht mehr an uns glauben würde. Und das wäre nicht nur für unsere Nationalelf fatal. Nicht auszudenken, wenn Gott den Glauben an die Menschheit verlieren würde. Gott sei Dank hält Gott an uns fest! Er lässt uns nicht los, auch wenn wir ihn los lassen.
Ich wünsche allen Lesern die Erfahrung, dass Gott nicht an Ihnen zweifelt – und hoffe, dass Gott auch die Erfahrung machen darf, dass Sie nicht an ihm zweifeln!
Gottes Segen
Ihr
Pfarrer Kai-Uwe Schroeter |